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Tischtennisspieler beim Ausflug in Sofia

Written by Thorsten Bucher. Posted in Tischtennis

Sie sind mittlerweile zur Tradition geworden: die jährlichen Ausflüge der Tischtennisabteilung des TV Deggingen. Bereits zum fünfzehnten Male war man unterwegs. Ziel sind meist europäische Hauptstädte: so besuchten die Degginger unter anderem London, Wien, Prag, Budapest und Amsterdam. In diesem Jahr führte der Weg in den Südosten Europas: in die bulgarische Kapitale Sofia.

Natürlich war dies durch die aktuelle Situation um die Corona-Pandemie kein Ausflug wie jeder andere: bis kurz vor dem geplanten Abflug war noch nicht klar, ob der Trip überhaupt möglich sein würde, und man hatte mit Reisebeschränkungen und stornierten Flügen zu kämpfen. Letztlich entschieden sich aber acht Mutige, angeführt von Organisator Thorsten Bucher, den Widrigkeiten zu trotzen und begaben sich frühmorgens auf den Weg von Memmingen nach Sofia. Vor Ort zeigte sich dann schnell, dass den TVDlern trotz gewisser Einschränkungen schöne Tage bevorstehen würden. Das zentral gelegene Hotel hatte man exklusiv für sich und gleich nach Ankunft erkundeten die Degginger die Stadt, besichtigten die Markthalle und lernten die großartige bulgarische Küche kennen, die eine interessante Mischung aus mediterranen und türkischen Einflüssen, aber auch Anleihen vom Balkan bietet. Wer nach diesem ereignisreichen Auftakt noch nicht genug hatte, begab sich ins bissige Nachtleben Sofias.

Am kommenden Tag stürzten sich die Degginger in die Erkundung der bulgarischen Hauptstadt im Rahmen einer Stadtführung: vom Wahrzeichen, der Statue der Sophia, ging es den Prachtboulevard „Vitosha“ entlang, man passierte historische Gebäude mit den omnipräsenten Löwen an den Fassaden, immer wieder abgelöst durch repräsentative Bauten aus der sozialistischen Zeit, erfuhr die Weltoffenheit und Toleranz der Stadt, symbolisiert durch eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge – fast nebeneinander gelegen und Symbol für ein friedliches Miteinander der Religionen. Den krönenden Abschluss der Tour bildete die Besichtigung des größten Gotteshauses vor Ort, der „Alexander-Newski-Kathedrale“ und der nebenan gelegenen „Sankt Sophia“, älteste Kirche der Stadt.

Am Abend stand das sportliche Highlight des Trips an: die Tischtennispartie gegen TT Megaspin Sofia. Per e-Mail wurde Kontakt aufgenommen, einmal mehr war dies von Erfolg gekrönt und die Gastgeber erklärten sich sofort zu einem Spiel bereit. Der Degginger Kader präsentierte sich etwas ausgedünnt, man hatte sich dieses Mal wieder mit zwei externen Spielerinnen verstärkt und schickte eine Vierermannschaft ins Rennen. Herausragend präsentierte sich dabei Mona Brock (TTG Süßen), die gegen die mit fünf Akteuren angetretenen Gastgeber nahtlos in die Rolle des dieses Mal daheim gebliebenen Leistungsträgers Martin Mühl schlüpfte und eine 4:1- Bilanz erspielte. Der Rest konnte jedoch nicht ganz mithalten und am Ende stand, wohl auch bedingt durch das verspätete Eintreffen von Chefcoach Michael Burger, eine 8:12- Niederlage. Dem Spaß konnte dies aber keinen Abbruch tun auch und beim anschließenden gemeinsamen Essen erfuhren die Degginger wieder einmal eine außergewöhnliche Gastfreundschaft und verblieben mit der Einladung zum Gegenbesuch.

 

Etwas ermüdet vom Spiel machte man sich am folgenden Tag aber trotzdem wie geplant zur Wanderung auf den fast 2300 Meter hohen „Cherni Vrah“ im Vitosha- Gebirge, direkt vor den Toren der Stadt gelegen und vom Zentrum aus jederzeit zu erblicken. Guide Sarah Hahn hatte, ohne Kartenmaterial zu benötigen, eine sehr anspruchsvolle und ereignisreiche Tour ausgearbeitet, die an den bekannten Boyana- Wasserfällen und der gleichnamigen berühmten mittelalterlichen Kirche vorbei direkt zurück nach Sofia führen sollte. Bestens ausgerüstet war es ein besonderes Erlebnis für die Degginger, die sich unterwegs auch hilfsbereit gegenüber anderen Wanderern zeigten und diesen den richtigen Weg wiesen.

Eher geruhsam wurde der letzte Tag in der Stadt verbracht und alle Sehenswürdigkeiten noch einmal mit einem e-Roller abgefahren, andere waren als Informationsquelle für einen möglichen Besuch in Deutschland gefragt. Letztlich waren sich alle einig, dass sich auch der diesjährige Ausflug allen Widrigkeiten zum Trotz gelohnt hatte – die nächste Auflage ist bereits in Planung.