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Er entwickelt sich immer mehr zum absoluten Renner:der Europa- Ausflug der Degginger Tischtennisspieler! War man bei den ersten beiden Reisen in England und Estland jeweils zu
zwölft unterwegs, steigerte sich die Teilnehmerzahl vor 2 Jahren bei
der Ausfahrt nach Schottland schon auf 15 Personen.
Absolut gigantisch war dieses Jahr nun aber die Nachfrage auf den
Aufenthalt in der ungarischen Hauptstadt: 24 Personen machten sich für
eine Woche auf den Weg dorthin. Auch die Länge des Ausfluges bedeutet
neuen Rekord, war man bisher doch maximal fünf Tage unterwegs. Über einen Bekannten vor Ort wurde schnell Kontakt nach Ungarn
geknüpft, Unterkunft, Rahmenprogramm und auch das obligatorische
Freundschaftsspiel von „Guide“ Dieter Ligmann organisiert.
Der Großteil der Truppe machte sich von Stuttgart auf den Weg, ein paar wenige zogen den Flug aus Nürnberg vor. Am Ziel angekommen wurde staunend das gebuchte Hotel bezogen- direkt im Burgviertel und nicht weit von vielen Sehenswürdigkeiten gelegen. Die Voraussetzungen waren also bestens und so machte man sich erst einmal auf, um vom bekannten Gellert- Berg einen Überblick über die Stadt zu gewinnen. Zum Ausklang des Tages begab sich die Gruppe noch auf den Marktplatz im Herzen der Stadt und bekam einen ersten Eindruck der hervorragenden ungarischen Küche, die sowohl mit Qualität, bei fatal großen Portionen auch mit Quantität aufwartet.
Ausgeruht und am Frühstücks- Büffet gestärkt begab man sich am folgenden Tag erst einmal in die direkte Nachbarschaft und erkundete das Burgareal. Am Nachmittag schließlich wartete eines der Highlights auf die Degginger: das Tischtennis- Spiel gegen eine Stadtauswahl. Dass man dazu nicht unbedingt eine Turnhalle braucht, wurde klar, als die TVDler die Leiter hinunterstiegen, die in den Gewölbekeller führte, in der die Partie ausgetragen wurde.
Bei den widrigen Umständen, die einen in diesem Hexenkessel erwarteten, war der TV Deggingen froh, einen so erfahrenen Coach wie den international bewährten Derd Soos mit dabei zu haben. Dieser stellte das Team in seiner Kabinenansprache hervorragend ein, verwies auf die bisherigen Erfolge auf europäischem Parkett, und angeführt von „Leitwolf“ Martin Mühl, der den Durchbruch zur Nummer 1 geschafft zu haben scheint, erkämpften sich die Degginger schließlich den Sieg über das gastgebende Team. Diese zeigten sich als gute Verlierer und der Tag fand einen standesgemäßen Ausklang im gemeinsamen Beisammensein.
Derart begeistert begab man sich tags darauf auf eine Stadtrundfahrt, bei der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie der Heldenplatz, das Parlament, die Zitadelle und natürlich die vielen Thermal- und Mineralbäder für die Budapest seit jeher bekannt ist, angesteuert wurden. Genau dort landete man danach auch und genoss die Atmosphäre mit den berühmten schachspielenden Rentnern in Szechenyi- und Gellert- Bad.
Natürlich kam der kulinarische Aspekt im weiteren Verlauf des Trips niemals zu kurz, und das Programm beinhaltete einen Besuch inklusive Weinprobe in einem der besten Restaurants Budapests, dem „Alabardos“, in dem ein Fernsehkoch die Degginger Delegation bekochte. Große Begeisterung gab es auch beim Besuch eines mongolischen Restaurants mit großem Fleischbüffet, in dem aber unter anderem leider Pferdefleisch angeboten wurde, und beim Essen im Budapester Pfannkuchenhaus, in dem rund um die Uhr gebacken und geschlemmt wird.
Da es zum Teil familiäre Verbindungen von Deggingen ins Land der Magyaren gibt, nutzten einige den Ausflug auch, um lange nicht mehr gesehene Verwandte zu treffen und mit diesen Geschichten auszutauschen. Andere nahmen das Land bei einer Fahrt in die Puszta näher unter die Lupe oder schauten sich die Stadt etwas tiefgründiger an, zum Beispiel bei einem Besuch im „Haus des Terrors“, einer Dokumentation nationalsozialistischer und sowjetischer Schreckensherrschaft auf ungarischem Gebiet. Man konnte es aber auch gemütlicher angehen lassen, eines der zahlreichen Kaffehäuser Budapests besuchen oder sich auf Souvenirsuche in die Markthalle begeben, in der man von Salami bis zu Paprika alle möglichen landestypischen Spezialitäten findet.
Alles in allem war es also wieder einmal ein größtenteils äußerst harmonisch verlaufener Europaausflug der Degginger Tischtennisabteilung, bei dem man viel über Land und Leute erfuhr, aber auch der sportliche Aspekt nicht zu kurz kam und der eine Neuauflage im kommenden Jahr in jedem Fall erforderlich machen wird!
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